Habe ja vor kurzem zu einem neuen Konzept in der Erstkommunionvorbereitung eines Paderborner Pastoralverbundes geschrieben.
Nun gab es dazu schon mehrere Leserbriefe in der Kirchenzeitung "Der Dom".
U.a. schrieb eine betroffene Mutter und die relativiert die schönen Konzeptaussagen ganz gewaltig. Sie merkt an, dass die Eltern nur über die neue Art der Vorbereitung und der Erstkommunionfeier informiert wurden, es keine Diskussionsmöglichkeiten dazu gab und dass viele Eltern nicht mit dem neuen Konzept einverstanden waren. Trotz Beschwerden, Änderungswünschen etc. gibt's nun wohl eine Gruppe von Eltern, die in Eigeninitiative die Erstkommunionvorbereitung gestalten. Sie haben sich alle zusammen einen Sonntag im Mai als "ihren" Erstkommuniontag ausgesucht. Damit ist dann wohl die Absicht des Pastoralteams gescheitert, dass man die Erstkommunionen der Kinder "einfach so" in die normalen Gemeindegottesdienste integrieren kann.
Interessant, Eltern wünschen sich eben ein gemeinsames Fest für ihre Kinder. Und es ist ja nun auch ein berechtigtes Anliegen, dass die erste Heilige Kommunion in einem feierlichen Rahmen begangen wird.
Ich finde aber, dass der Gedanke, dass jeder Sonntag ein Fest ist, dass also immer die Möglichkeit besteht, eine festliche Erstkommunion zu feiern, weiterhin bedenkenswert. Vielleicht liegt der Grund für die Verstimmungen in der Gemeinde aber, wie so oft, in der fehlenden Kommunikation. Klar, was jahrelang normal war und gerade deswegen geliebt wurde, kann man nicht einfach so abschaffen. Die Eltern und die ganze Gemeinde mit einzubeziehen in neue Wege der Sakramentenkatechese ist nun mal nicht so nebenher zu realisieren.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Sonntag, 29. Januar 2012
Gemeindeversammlung
Heute nach dem Hochamt war die gesamte Pfarrgemeinde eingeladen, in einer Informationsveranstaltung Näheres zur Fusion der drei Gemeinden aus unserem Pastoralverbund zu erfahren.
War auch ziemlich voll. Leider konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, hat mich ein bisschen geärgert, dass ne halbe Stunde nur rekapituliert wurde, was bisher alles schon gemeinsam gemacht wird. Das ist ja eigentlich bekannt. Das interessante, wie es jetzt weitergeht und was sich ändert, hab ich deswegen nur noch ansatzweise mitbekommen. Na, die gezeigte Präsentation gibt es vielleicht trotdem noch mal zum Anschauen.
Interessant fand ich, dass ein Mangel an Priestern und Gemeindereferenten beklagt wurde, die rückgehende Zahl der Gläubigen aber in diesem Zusammenhang gar nicht genannt wurde.
War auch ziemlich voll. Leider konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, hat mich ein bisschen geärgert, dass ne halbe Stunde nur rekapituliert wurde, was bisher alles schon gemeinsam gemacht wird. Das ist ja eigentlich bekannt. Das interessante, wie es jetzt weitergeht und was sich ändert, hab ich deswegen nur noch ansatzweise mitbekommen. Na, die gezeigte Präsentation gibt es vielleicht trotdem noch mal zum Anschauen.
Interessant fand ich, dass ein Mangel an Priestern und Gemeindereferenten beklagt wurde, die rückgehende Zahl der Gläubigen aber in diesem Zusammenhang gar nicht genannt wurde.
Sonntag, 22. Januar 2012
Taufvorbereitung
Letzte Woche gab es dazu einen Gemeindeabend, immerhin ca. 12 Leute waren gekommmen. Gemeinsam mit dem Pfarrer, der die derzeitige Taufvorbereitungspraxis und ein Projekt ine einer benachbarten Gemeinde vorstellte, wurde überlegt, wie zukünftig die Taufvorbereitung im Pastoralverbund aussehen soll.
Zusätzlich zum bisherigen Hausbesuch durch den Kleriker, der die Taufe vornimmt, ist nun angedacht, eine Art "Taufseminar" zusätzlich anzubieten. Ein Abend, bei dem es um die verschiedenen Symbole bei der Taufe geht, eine Kirchenbegehung/-besichtigung und in einer Gesprächsrunde darum, was es eigentlich heißt, ein Kind christlich zu erziehen. Vielleicht auch mit konkreten Anregungen zur Gestaltung der Tauffeier.
Ist jedenfalls ne gute Sache und ich hoffe, ich schaffe es, mich dabei mit einzubringen.
Zusätzlich zum bisherigen Hausbesuch durch den Kleriker, der die Taufe vornimmt, ist nun angedacht, eine Art "Taufseminar" zusätzlich anzubieten. Ein Abend, bei dem es um die verschiedenen Symbole bei der Taufe geht, eine Kirchenbegehung/-besichtigung und in einer Gesprächsrunde darum, was es eigentlich heißt, ein Kind christlich zu erziehen. Vielleicht auch mit konkreten Anregungen zur Gestaltung der Tauffeier.
Ist jedenfalls ne gute Sache und ich hoffe, ich schaffe es, mich dabei mit einzubringen.
Mittwoch, 11. Januar 2012
Nun verschwinden die Narben...
... war der Titel eines Artikels der Lokalzeitung in Brandenburg (leider nicht online). Berichtet wurde, dass nach vielen Jahren nun endlich die offenen Stellen im Innenraumputz des Brandenburger Domes restauriert und versiegelt werden.
Sie waren Anfang der 90er Jahre, bei der Rettung des Domes offen geblieben. Stanislaus hatte sich darüber auch schon gewundert.
Der Grund aber, warum diese Stellen putzlos blieben, war nicht als eine Art "Mahnung", wie ich auch vermutete. Im Gegenteil, viel raffinierter! Die Stellen wurden so offen gelassen, um über all die Jahre daraufhinzuweisen, dass man weiterhin viele Spenden braucht, für den Dom und all die Anlagen drumherum. Und es hat geholfen, das Geld floss reichlich.
Also, eigentlich echt ein schlauer Ansatz. ;-)
Sie waren Anfang der 90er Jahre, bei der Rettung des Domes offen geblieben. Stanislaus hatte sich darüber auch schon gewundert.
Der Grund aber, warum diese Stellen putzlos blieben, war nicht als eine Art "Mahnung", wie ich auch vermutete. Im Gegenteil, viel raffinierter! Die Stellen wurden so offen gelassen, um über all die Jahre daraufhinzuweisen, dass man weiterhin viele Spenden braucht, für den Dom und all die Anlagen drumherum. Und es hat geholfen, das Geld floss reichlich.
Also, eigentlich echt ein schlauer Ansatz. ;-)
Sonntag, 8. Januar 2012
Neue Wege in der Erstkommunionvorbereitung
In der hiesigen Bistumszeitung ist diese Woche ein Artikel über einen Paderborner Pastoralverbund, in dem die Kinder mal nicht mit Tischmüttern auf die Erstkommunion vorbereitet werden. Eltern und auch die Gemeinde werden mit einbezogen, über "Projekte" (was auch immer damit gemeint ist. Vielleicht das Wegegottesdienstkonzept.)
(Nebenbei, ich fände es ja am besten, wenn Pfarrer, Kaplan/Vikar oder wenigstens die Gemeindereferentin die Vorbereitung selber übernähmen, so wie ich es erlebt habe, aber das geht wohl allein wegen der immer noch recht großen Zahlen nicht.)
Interessant ist jedoch, dass der gemeinsame Erstkommuniontermin am Weißen Sonntag aufgegeben wird. Vielmehr können sich die Eltern nun einen Termin aussuchen, von Januar bis Mai. Es tun sich wohl oft einige zusammen, Schulkameraden und Freunde. Dann gehen die Kinder ganz normal mit ihren Eltern zur Kommunion. In der Messe wird darauf eingegangen und z.B. Verwandte können eine Fürbitte vortragen etc. Dahinter steckt der Gedanke, dass bisher für einige Eltern und Kinder der eine Termin am Weißen Sonntag als Höhepunkt gilt und danach viele nicht mehr zur Kirche kommen. Was man halt kennt.
Und gerade deswegen eigentlich eine schöne Idee. Wie im Artikel erklärt wird, soll vor allem der communio-Charakter der gemeinsamem Mahlfeier mehr hervorgehoben werden. Und die Kinder sind nicht auf einen Tag "dressiert", sondern lernen vielleicht auch einen kontinuierlichen Messbesuch.
Ein bisschen problematisch finde ich dann nur, dass eventuell ja auch Kinder so gut wie unvorbereitet zur Kommunion gehen (denn die gemeinsame Vorbereitungszeit läuft ab Januar bis Mai). Und die arme Gemeinde, wenn es zehn, zwölf Mal einen "Erstkommuniongottesdienst" gibt und immer wieder ne entsprechende Predigt, möglicherweise merkwürdig eigenformulierte Fürbitten, absonderliche Meditationstexte... Na, ich hoffe mal, das Pastoralteam verliert die normalen Gottesdienstbesucher nicht aus dem Blick.
(Nebenbei, ich fände es ja am besten, wenn Pfarrer, Kaplan/Vikar oder wenigstens die Gemeindereferentin die Vorbereitung selber übernähmen, so wie ich es erlebt habe, aber das geht wohl allein wegen der immer noch recht großen Zahlen nicht.)
Interessant ist jedoch, dass der gemeinsame Erstkommuniontermin am Weißen Sonntag aufgegeben wird. Vielmehr können sich die Eltern nun einen Termin aussuchen, von Januar bis Mai. Es tun sich wohl oft einige zusammen, Schulkameraden und Freunde. Dann gehen die Kinder ganz normal mit ihren Eltern zur Kommunion. In der Messe wird darauf eingegangen und z.B. Verwandte können eine Fürbitte vortragen etc. Dahinter steckt der Gedanke, dass bisher für einige Eltern und Kinder der eine Termin am Weißen Sonntag als Höhepunkt gilt und danach viele nicht mehr zur Kirche kommen. Was man halt kennt.
Und gerade deswegen eigentlich eine schöne Idee. Wie im Artikel erklärt wird, soll vor allem der communio-Charakter der gemeinsamem Mahlfeier mehr hervorgehoben werden. Und die Kinder sind nicht auf einen Tag "dressiert", sondern lernen vielleicht auch einen kontinuierlichen Messbesuch.
Ein bisschen problematisch finde ich dann nur, dass eventuell ja auch Kinder so gut wie unvorbereitet zur Kommunion gehen (denn die gemeinsame Vorbereitungszeit läuft ab Januar bis Mai). Und die arme Gemeinde, wenn es zehn, zwölf Mal einen "Erstkommuniongottesdienst" gibt und immer wieder ne entsprechende Predigt, möglicherweise merkwürdig eigenformulierte Fürbitten, absonderliche Meditationstexte... Na, ich hoffe mal, das Pastoralteam verliert die normalen Gottesdienstbesucher nicht aus dem Blick.
Samstag, 31. Dezember 2011
Jesus, der Gepäckträger
Weil Jesus die Rückenprobleme seiner Freunde nicht länger mit ansehen konnte, bot er ihnen an, dass er alles trägt. Das Angebot steht. (Matthäus 11, 28)
Aus einer Weihnachtskarte. (Quelle)
Aus einer Weihnachtskarte. (Quelle)
Dienstag, 27. Dezember 2011
Weihnachten - So und so
Also, nach längerer Zeit mal wieder was von mir.
Hab schon öfter gedacht: "Das wäre jetzt was für den Blog". Na, und dann fehlt Zeit, Lust und so, um wieder anzufangen. Mal sehen, wie es demnächst klappt.
Die ersten Weihnachtstage liegen hinter uns, war zum ersten Mal seit vielen Jahren in einer dieser Krippenandachten. Oje, hatte Angst davor. Die "Familiengottesdienste" sind ja echt ein Knaller, da flüchten wir lieber in den Dom, zu ordentlicher Liturgie. Nun aber Heiligabend, da ist selbst die erste Christmette um 17 Uhr schon zu spät. Dann also Krippenandacht, damit wenigstens etwas Gottesdienst dabei ist. Dem kleinen Mann ist es (noch) egal, was da in der Kirche passiert.
Und dann das, eine kurze, aber echt schöne Krippenandacht, ein paar Lieder, Gebet, Fürbitten, Vater unser, dazwischen eine erzählte Weihnachtsgeschichte und eine Prozession, bei der Kinder die Krippenfiguren an ihren Ort trugen. Gestaltet von einer Familie aus der Gemeinde. Echt, es gibt noch Laienkatholiken, die andächtige Andachten feiern können, unaufgeregt und ehrlich.
Am ersten Feiertag dann (leider) das komplette Gegenteil. Waren im Kloster, freute mich auf eine schöne Weihnachtsliturgie, mit Johannesevangelium, ansprechender Predigt, ein paar Weihnachtsliederklassiker. Was gab's? Nen "volksnahen" Pater, der sich Texte ausdachte wo es nur ging, eine scheußliche Predigt ("Jesu Geburt ist gar nicht historisch"), davor natürlich das nächtliche Evangelium bzw. Lesungstexte. Ab dann hab ich zum Glück nicht mehr viel mitbekommen, so ein Kirchenvorraum mit Tür hat auch was für sich... Am Ende, das war echt "toll" wurde in er Kirche das Licht ausgemacht und es gab "Stille Nacht".
Oh man.
Ich hoffe, ich schaffe es in den kommenden Tagen noch mal in die Messe, mal schauen, was dann passiert.
Ansonsten: Fröhliche Weihnachten noch!
Hab schon öfter gedacht: "Das wäre jetzt was für den Blog". Na, und dann fehlt Zeit, Lust und so, um wieder anzufangen. Mal sehen, wie es demnächst klappt.
Die ersten Weihnachtstage liegen hinter uns, war zum ersten Mal seit vielen Jahren in einer dieser Krippenandachten. Oje, hatte Angst davor. Die "Familiengottesdienste" sind ja echt ein Knaller, da flüchten wir lieber in den Dom, zu ordentlicher Liturgie. Nun aber Heiligabend, da ist selbst die erste Christmette um 17 Uhr schon zu spät. Dann also Krippenandacht, damit wenigstens etwas Gottesdienst dabei ist. Dem kleinen Mann ist es (noch) egal, was da in der Kirche passiert.
Und dann das, eine kurze, aber echt schöne Krippenandacht, ein paar Lieder, Gebet, Fürbitten, Vater unser, dazwischen eine erzählte Weihnachtsgeschichte und eine Prozession, bei der Kinder die Krippenfiguren an ihren Ort trugen. Gestaltet von einer Familie aus der Gemeinde. Echt, es gibt noch Laienkatholiken, die andächtige Andachten feiern können, unaufgeregt und ehrlich.
Am ersten Feiertag dann (leider) das komplette Gegenteil. Waren im Kloster, freute mich auf eine schöne Weihnachtsliturgie, mit Johannesevangelium, ansprechender Predigt, ein paar Weihnachtsliederklassiker. Was gab's? Nen "volksnahen" Pater, der sich Texte ausdachte wo es nur ging, eine scheußliche Predigt ("Jesu Geburt ist gar nicht historisch"), davor natürlich das nächtliche Evangelium bzw. Lesungstexte. Ab dann hab ich zum Glück nicht mehr viel mitbekommen, so ein Kirchenvorraum mit Tür hat auch was für sich... Am Ende, das war echt "toll" wurde in er Kirche das Licht ausgemacht und es gab "Stille Nacht".
Oh man.
Ich hoffe, ich schaffe es in den kommenden Tagen noch mal in die Messe, mal schauen, was dann passiert.
Ansonsten: Fröhliche Weihnachten noch!
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