Beleuchtete und geschmückte Tannen sieht man ja nun schon seit ein paar Tagen und Wochen überall, in Geschäften, Straßen, sogar schon in den Wohnzimmern.
Aber muss denn so ein Christbaum auch schon in oder vor kirchlichen (oder der Kirche nahestehenden) Gebäuden stehen? Am Sonntag auf dem Pfarrhof meiner Heimatgemeinde stand ne Tanne mit Lichtern und beim örtlichen Caritasverband hab ich heute auch einen im Fenster gesehen.
Hm, finde ich ja irgendwie nur so mittelgut... :-/
Aber hab auch schon gehört, dass solche Gewächse dann als "Adventsstauden" deklariert werden... ;-)
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Montag, 3. Dezember 2012
Sonntag, 11. März 2012
"Danke, dass Sie mitgemacht haben!"
Heute war Pfadfindermesse, im normalen Gemeindegottesdienst oder besser, anstelle dessen.
Und dieser "Dank" am Ende an die versammelte Gemeinde schien mir auch nötig. Muss man eigentlich noch mehr sagen außer "Pfadfindermesse"? Kenne mich da nicht so aus, aber was ich bisher hörte und erlebte, war eher gruselig.
Angekündigt war fetzige Musik (das klingt irgendwie nach 80er...) mit Charthits und Gospel.
Eingangs dann zum Beispiel "Es ist nicht deine Schuld" von den Ärzten oder irgendwie nach dem Kyrie ohne rechten Bezug zum liturgischen Ablauf Udo Lindenbergs "Mein Ding". Da war man froh, dass zur Gabenbereitung ein Lied mit den Worten "bread", "wine" und "Lord" vorkam. Anstatt Sanctus gab's "Oh Happy Day", alle schön vor dem Altar zur Gemeinde hin und klatschend...
Lesung(en) fiel aus, Predigt gabs nicht, sondern eine Vorstellung, was die Pfadfinder so gemacht haben im letzen Jahr und eine Scheckübergabe an zwei Spendenprojekte, natürlich mit Posieren zum Foto.
Ja, könnte noch mehr aufzählen. Ich frage mich echt, warum muss das sein? Der Dank der Pfadfinder ging übrigens auch an den Pastor, dass er so offen war und alles zuließ.
Dieser Gottesdienst war so selbstdarstellend, selbstbezogen, so innerweltlich, dass es schon eigentlich kein Gottesdienst mehr gewesen wäre, hätte der Zelebrant nicht ab und zu noch die Kurve zum Gottesbezug bekommen. Und das Hochgebet war zum Glück ohne besondere "Einlage", aber natürlich eines von den Kinderhochgebeten (glaube ich)...
Ach mensch...
Musste mir das jetzt erstmal von der Seele bloggen, hab auch schon mit einer Bekannten geredet, die heute mal zufällig bei uns in der Kirche war.
Haben nur gesagt: "Gut, dass der und die nicht in der Messe heute hier waren"... ;-)
Und dieser "Dank" am Ende an die versammelte Gemeinde schien mir auch nötig. Muss man eigentlich noch mehr sagen außer "Pfadfindermesse"? Kenne mich da nicht so aus, aber was ich bisher hörte und erlebte, war eher gruselig.
Angekündigt war fetzige Musik (das klingt irgendwie nach 80er...) mit Charthits und Gospel.
Eingangs dann zum Beispiel "Es ist nicht deine Schuld" von den Ärzten oder irgendwie nach dem Kyrie ohne rechten Bezug zum liturgischen Ablauf Udo Lindenbergs "Mein Ding". Da war man froh, dass zur Gabenbereitung ein Lied mit den Worten "bread", "wine" und "Lord" vorkam. Anstatt Sanctus gab's "Oh Happy Day", alle schön vor dem Altar zur Gemeinde hin und klatschend...
Lesung(en) fiel aus, Predigt gabs nicht, sondern eine Vorstellung, was die Pfadfinder so gemacht haben im letzen Jahr und eine Scheckübergabe an zwei Spendenprojekte, natürlich mit Posieren zum Foto.
Ja, könnte noch mehr aufzählen. Ich frage mich echt, warum muss das sein? Der Dank der Pfadfinder ging übrigens auch an den Pastor, dass er so offen war und alles zuließ.
Dieser Gottesdienst war so selbstdarstellend, selbstbezogen, so innerweltlich, dass es schon eigentlich kein Gottesdienst mehr gewesen wäre, hätte der Zelebrant nicht ab und zu noch die Kurve zum Gottesbezug bekommen. Und das Hochgebet war zum Glück ohne besondere "Einlage", aber natürlich eines von den Kinderhochgebeten (glaube ich)...
Ach mensch...
Musste mir das jetzt erstmal von der Seele bloggen, hab auch schon mit einer Bekannten geredet, die heute mal zufällig bei uns in der Kirche war.
Haben nur gesagt: "Gut, dass der und die nicht in der Messe heute hier waren"... ;-)
Dienstag, 21. Februar 2012
Oje...
Vorhin im Radio, ein Beitrag über eine Kunstausstellung. Berichtet wird über ein bestimmtes Bild. Dort sei eine katholische Familie dargestellt: Vater, Mutter und Kind...
Oh man, gilt heute das allein schon als katholisch?
Oh man, gilt heute das allein schon als katholisch?
Dienstag, 27. Dezember 2011
Weihnachten - So und so
Also, nach längerer Zeit mal wieder was von mir.
Hab schon öfter gedacht: "Das wäre jetzt was für den Blog". Na, und dann fehlt Zeit, Lust und so, um wieder anzufangen. Mal sehen, wie es demnächst klappt.
Die ersten Weihnachtstage liegen hinter uns, war zum ersten Mal seit vielen Jahren in einer dieser Krippenandachten. Oje, hatte Angst davor. Die "Familiengottesdienste" sind ja echt ein Knaller, da flüchten wir lieber in den Dom, zu ordentlicher Liturgie. Nun aber Heiligabend, da ist selbst die erste Christmette um 17 Uhr schon zu spät. Dann also Krippenandacht, damit wenigstens etwas Gottesdienst dabei ist. Dem kleinen Mann ist es (noch) egal, was da in der Kirche passiert.
Und dann das, eine kurze, aber echt schöne Krippenandacht, ein paar Lieder, Gebet, Fürbitten, Vater unser, dazwischen eine erzählte Weihnachtsgeschichte und eine Prozession, bei der Kinder die Krippenfiguren an ihren Ort trugen. Gestaltet von einer Familie aus der Gemeinde. Echt, es gibt noch Laienkatholiken, die andächtige Andachten feiern können, unaufgeregt und ehrlich.
Am ersten Feiertag dann (leider) das komplette Gegenteil. Waren im Kloster, freute mich auf eine schöne Weihnachtsliturgie, mit Johannesevangelium, ansprechender Predigt, ein paar Weihnachtsliederklassiker. Was gab's? Nen "volksnahen" Pater, der sich Texte ausdachte wo es nur ging, eine scheußliche Predigt ("Jesu Geburt ist gar nicht historisch"), davor natürlich das nächtliche Evangelium bzw. Lesungstexte. Ab dann hab ich zum Glück nicht mehr viel mitbekommen, so ein Kirchenvorraum mit Tür hat auch was für sich... Am Ende, das war echt "toll" wurde in er Kirche das Licht ausgemacht und es gab "Stille Nacht".
Oh man.
Ich hoffe, ich schaffe es in den kommenden Tagen noch mal in die Messe, mal schauen, was dann passiert.
Ansonsten: Fröhliche Weihnachten noch!
Hab schon öfter gedacht: "Das wäre jetzt was für den Blog". Na, und dann fehlt Zeit, Lust und so, um wieder anzufangen. Mal sehen, wie es demnächst klappt.
Die ersten Weihnachtstage liegen hinter uns, war zum ersten Mal seit vielen Jahren in einer dieser Krippenandachten. Oje, hatte Angst davor. Die "Familiengottesdienste" sind ja echt ein Knaller, da flüchten wir lieber in den Dom, zu ordentlicher Liturgie. Nun aber Heiligabend, da ist selbst die erste Christmette um 17 Uhr schon zu spät. Dann also Krippenandacht, damit wenigstens etwas Gottesdienst dabei ist. Dem kleinen Mann ist es (noch) egal, was da in der Kirche passiert.
Und dann das, eine kurze, aber echt schöne Krippenandacht, ein paar Lieder, Gebet, Fürbitten, Vater unser, dazwischen eine erzählte Weihnachtsgeschichte und eine Prozession, bei der Kinder die Krippenfiguren an ihren Ort trugen. Gestaltet von einer Familie aus der Gemeinde. Echt, es gibt noch Laienkatholiken, die andächtige Andachten feiern können, unaufgeregt und ehrlich.
Am ersten Feiertag dann (leider) das komplette Gegenteil. Waren im Kloster, freute mich auf eine schöne Weihnachtsliturgie, mit Johannesevangelium, ansprechender Predigt, ein paar Weihnachtsliederklassiker. Was gab's? Nen "volksnahen" Pater, der sich Texte ausdachte wo es nur ging, eine scheußliche Predigt ("Jesu Geburt ist gar nicht historisch"), davor natürlich das nächtliche Evangelium bzw. Lesungstexte. Ab dann hab ich zum Glück nicht mehr viel mitbekommen, so ein Kirchenvorraum mit Tür hat auch was für sich... Am Ende, das war echt "toll" wurde in er Kirche das Licht ausgemacht und es gab "Stille Nacht".
Oh man.
Ich hoffe, ich schaffe es in den kommenden Tagen noch mal in die Messe, mal schauen, was dann passiert.
Ansonsten: Fröhliche Weihnachten noch!
Montag, 8. März 2010
Spirituelles Zentrum
Also, dass es Leute gibt, die für sowas auch noch Geld bezahlen... ;-)
Ein "Zentrum für Spirituelle Wege".
Ein "Zentrum für Spirituelle Wege".
Dienstag, 23. Februar 2010
Oh nein!
Da hab ich mich vor kurzem noch positiv zu Frau Käßmann geäußert und nun das.
Die Bischöfin ist alkoholisiert am Steuer erwischt worden.
Puh, und dann fordert sie moralische Integrität in Interviews und Predigten.
Wer Wasser predigt und Wein trinkt... (Und diesmal leider wörtlich!)
Ich will hier nicht in wüste Beschimpfungen und Verurteilungen abgleiten, aber das ist echt nen dolles Ding. Da nützen jetzt auch keine öffentlichen Bußäußerungen, das muss erstmal sacken...
Die Bischöfin ist alkoholisiert am Steuer erwischt worden.
Puh, und dann fordert sie moralische Integrität in Interviews und Predigten.
Wer Wasser predigt und Wein trinkt... (Und diesmal leider wörtlich!)
Ich will hier nicht in wüste Beschimpfungen und Verurteilungen abgleiten, aber das ist echt nen dolles Ding. Da nützen jetzt auch keine öffentlichen Bußäußerungen, das muss erstmal sacken...
Donnerstag, 18. Februar 2010
Der Wert der (Erwerbs-)Arbeit
Angestoßen wurd die Diskussion, die gerade läuft von einem bekannten FDP-Politiker. Er stellte die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, die Sozialleistungen, also die Hartz IV-Sätze nicht recht drastisch zu kürzen, dass es in Deutschland doch sonst keinen Anreiz gebe, noch regulär arbeiten zu gehen. In dieses Horn stößt auch eine Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW).
Abgesehen davon, dass ich diese Debatte echt ziemlich durchsichtig und mal wieder "typisch-FDP" finde, finde ich es erstaunlich, dass immer wieder die gleichen Vorurteile geschürt werden.
Es geht doch, meiner Ansicht nach, den meisten Arbeitslosen nicht nur um das Gehalt oder ob sie mehr oder weniger bekommen als mit Hartz IV. Arbeit "lohnt" sich doch nicht nur finanziell und muss es auch gar nicht.
Ich finde es wichtig zu betonen, dass mit einer Erwerbsarbeit doch auch gesellschaftliche Teilhabe gesichert wird. In einer Arbeitsgesellschaft gewinnt der Mensch durch die Arbeit Selbstbewusstsein. Wer nicht arbeitet, der fühlt sich doch leicht ausgeschlossen, er kann nicht mitreden über den blöden Chef, Ferienplanung und all die Themen, die doch Teil eines jeden Arbeitslebens sind. Soziale Kontakte werden nicht zuletzt in der Arbeitszeit geknüpft.
Ich finde, dass deswegen nicht immer nur über das Finanzielle diskutiert werden sollte, wie viel oder wenig jemand als staatliche Unterstützung bekommt. Sondern, dass es doch erste Pflicht des Staates sein sollte, sich dafür einzusetzen, dass möglichst viele Menschen einer Arbeit nachgehen können.
Denn wieviel braucht ein Mensch zum leben, sind es wirklich nur die rein materiellen Werte, geht es nur darum, jeden "satt, sauber, trocken, warm" zu halten?
Oder sind nicht das soziale Leben, die Anerkennung eines jeden Einzelnen und seiner Würde die wichtigsten Leitsätze in einer sozialen und für die Menschen gemachten Politik?
Abgesehen davon, dass ich diese Debatte echt ziemlich durchsichtig und mal wieder "typisch-FDP" finde, finde ich es erstaunlich, dass immer wieder die gleichen Vorurteile geschürt werden.
Es geht doch, meiner Ansicht nach, den meisten Arbeitslosen nicht nur um das Gehalt oder ob sie mehr oder weniger bekommen als mit Hartz IV. Arbeit "lohnt" sich doch nicht nur finanziell und muss es auch gar nicht.
Ich finde es wichtig zu betonen, dass mit einer Erwerbsarbeit doch auch gesellschaftliche Teilhabe gesichert wird. In einer Arbeitsgesellschaft gewinnt der Mensch durch die Arbeit Selbstbewusstsein. Wer nicht arbeitet, der fühlt sich doch leicht ausgeschlossen, er kann nicht mitreden über den blöden Chef, Ferienplanung und all die Themen, die doch Teil eines jeden Arbeitslebens sind. Soziale Kontakte werden nicht zuletzt in der Arbeitszeit geknüpft.
Ich finde, dass deswegen nicht immer nur über das Finanzielle diskutiert werden sollte, wie viel oder wenig jemand als staatliche Unterstützung bekommt. Sondern, dass es doch erste Pflicht des Staates sein sollte, sich dafür einzusetzen, dass möglichst viele Menschen einer Arbeit nachgehen können.
Denn wieviel braucht ein Mensch zum leben, sind es wirklich nur die rein materiellen Werte, geht es nur darum, jeden "satt, sauber, trocken, warm" zu halten?
Oder sind nicht das soziale Leben, die Anerkennung eines jeden Einzelnen und seiner Würde die wichtigsten Leitsätze in einer sozialen und für die Menschen gemachten Politik?
Mittwoch, 10. Februar 2010
Sachen gibt's
Also, auf was für Ideen manche Priester kommen, umgedrehte Hochgebete und sowas...
Zuerst beten wir für alle Gläubigen, dann für die Diakone, dann die Priester, dann der Bischof und endlich auch der Papst.
Na, wenigstens ist er erwähnt worden... ;-)
Zuerst beten wir für alle Gläubigen, dann für die Diakone, dann die Priester, dann der Bischof und endlich auch der Papst.
Na, wenigstens ist er erwähnt worden... ;-)
Sonntag, 7. Februar 2010
Datenschutz
Zur Zeit wird ja diskutiert, ob der Staat Daten-CDs kaufen soll, auf denen mutmaßlich persönliche Daten vieler Steuerhinterzieher gespeichert sind.
Die ganzen rechtlichen Fragen, die da anstehen, da kann ich nichts zu sagen.
Aber ehrlich gesagt wundert es mich doch, dass sich anscheinend niemand meldet und den Datenmissbrauch anprangert.
Schon klar, der Staat kann damit viele Steuermillionen einnehmen und natürlich verdienen Straftäter (und Steuerhinterziehung ist eine Straftat) auch eine gerechte Strafe. Und moralisch rechtfertigen will ich Steuerhinterziehung natürlich auch nicht.
Aber ich finde es schon merkwürdig, alle fordern immer mehr Datenschutz und kaum gibt es mal wieder nen Skandal, dann ist das Geschrei groß. Auch bei Politikern. Und trotzdem ist es ok, wenn diese Daten-CDs gekauft werden, also Datenklau auch noch belohnt wird?
Oder liegt dem Staat gar nichts am Datenschutz und solche Einrichtungen wie ein Verbraucherschutzministerium sind nur ein Alibi? Na, manche Innenminister wünschen sich ja schon den gläsernen Menschen...
Die ganzen rechtlichen Fragen, die da anstehen, da kann ich nichts zu sagen.
Aber ehrlich gesagt wundert es mich doch, dass sich anscheinend niemand meldet und den Datenmissbrauch anprangert.
Schon klar, der Staat kann damit viele Steuermillionen einnehmen und natürlich verdienen Straftäter (und Steuerhinterziehung ist eine Straftat) auch eine gerechte Strafe. Und moralisch rechtfertigen will ich Steuerhinterziehung natürlich auch nicht.
Aber ich finde es schon merkwürdig, alle fordern immer mehr Datenschutz und kaum gibt es mal wieder nen Skandal, dann ist das Geschrei groß. Auch bei Politikern. Und trotzdem ist es ok, wenn diese Daten-CDs gekauft werden, also Datenklau auch noch belohnt wird?
Oder liegt dem Staat gar nichts am Datenschutz und solche Einrichtungen wie ein Verbraucherschutzministerium sind nur ein Alibi? Na, manche Innenminister wünschen sich ja schon den gläsernen Menschen...
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